Es gibt diesen Moment, den in den letzten Jahren vermutlich viele erlebt haben: Man kommt am Mittwochmorgen ins Büro, macht Licht, setzt Kaffee auf - und hört den Kühlschrank brummen. 380 Quadratmeter, 24 Arbeitsplätze, und man ist zu dritt.
Unser Büro liegt an der Hardturmstrasse in Zürich West, im vierten Stock, ein einziger offener Raum. Wir haben es vor Jahren für ein Team geplant, das jeden Tag vollzählig da ist. Diesen Zustand gibt es nicht mehr, und er wird auch nicht zurückkommen.
Von fast jeden Tag zu einem guten Viertel
Vor Corona waren wir praktisch immer im Büro. Heute liegt unsere Präsenz im Schnitt bei etwa einem Viertel der Arbeitszeit.
Der grösste Teil davon ist Homeoffice, und ich gebe offen zu: Wir waren anfangs skeptisch. Softwareentwicklung lebt vom kurzen Zuruf über den Tisch, vom gemeinsamen Blick auf einen Bildschirm, vom Whiteboard im Sitzungszimmer. Dass ein Team über Jahre verteilt arbeitet und dabei die Qualität hält, klang 2020 nach Wunschdenken.
Es war keines. Unser Team hat das ausserordentlich gut hinbekommen - selbständig, verlässlich, ohne dass jemand kontrollieren müsste. Die Projekte laufen, die Kunden sind zufrieden, und es brennt selten etwas. Das ist kein Verdienst eines Tools oder eines Prozesses, sondern der Leute, die hier arbeiten. Dafür an dieser Stelle einmal ausdrücklich danke.
Ein kleinerer Teil der leeren Plätze hat einen anderen Grund: Wir sind heute deutlich mehr bei unseren Kunden vor Ort als früher. Wer Geschäftsprozesse in einem Industrieunternehmen verstehen will, muss dorthin, wo sie stattfinden - in die Auftragsabwicklung, in die Produktion, in die Logistik, zu den Leuten, die täglich mit den Systemen arbeiten. Diese Zeit ist dort besser investiert als an unserem eigenen Schreibtisch.
Warum wir die Fläche trotzdem behalten haben
Die schöne Antwort: Wir hängen an diesem Büro. Über die Jahre ist es zugewachsen mit Bäumen, Chilipflanzen und allem, was sonst noch angeschleppt wurde. Wir haben vier schallisolierte Räume nur für Telefonate und Videocalls, zwei Sitzungszimmer, eine Küche, in der zwölf Leute Platz finden, und eine Dusche für die Joggingrunde an der Limmat. So etwas baut man nicht zweimal.
Die ehrliche Antwort ist weniger romantisch: Wir haben einen langjährigen Mietvertrag. Wir haben die Fläche seinerzeit im Rohbau übernommen und entsprechend viel in den Ausbau investiert - Böden, Wände, Elektrik, Netzwerk, die schallisolierten Räume, die gesamte Infrastruktur. Das steckt in diesen Quadratmetern und liesse sich bei einem Auszug nicht mitnehmen. Ein kleineres Büro hätte bedeutet, eine bereits bezahlte Investition abzuschreiben und anderswo noch einmal zu bezahlen.
Wir waren also gebunden. Und ein halbleerer Raum ist trotzdem kein Zustand, mit dem man sich gerne abfindet. Bleiben zwei Möglichkeiten: aussitzen oder teilen. Wir teilen. Wir arbeiten im hinteren Teil des Büros an zehn Plätzen, die 14 Plätze vorne geben wir ab. Das ist Astina Oasis.
Die Nachfrage, mit der wir nicht gerechnet haben
Wir dachten, wir vermieten einzelne Schreibtische an Freelancer. Gekommen sind vor allem Firmen - und die wollten etwas sehr Bestimmtes: feste Wochentage.
Als wir anfingen, stand dieses Modell nicht einmal auf der Preisliste. Heute ist es das meistgebuchte, und der Grund dafür ist aufschlussreich. Diese Firmen wollen sich nicht über Jahre an einen Mietvertrag binden, weil sie nicht wissen, ob sie in zwei Jahren fünf oder fünfzehn Leute sind. Ihre Teams arbeiten zu einem grossen Teil im Homeoffice und fahren gut damit. Aber ganz ohne gemeinsame Tage geht es eben doch nicht - und wenn man sich trifft, dann bitte planbar. Also: immer dienstags und donnerstags. Alle wissen es, alle richten ihre Termine danach aus, niemand muss jede Woche neu verhandeln.
Das schlägt sich direkt in unserem Wochenplan nieder. Der Dienstag ist mit Abstand der vollste Tag, der Mittwoch der ruhigste. Wer feste Wochentage bucht, hat seinen Platz garantiert, auch wenn es dienstags eng wird. Wer mit Tagespässen kommt, findet vor allem mittwochs und freitags viel Raum.
Was 24 Plätze anders machen als 500
Zürich West hat ausgezeichnete grosse Coworking-Spaces, und für viele Leute sind sie die richtige Wahl: grosses Netzwerk, Eventprogramm, Empfang, mehrere Standorte. Wer das sucht, ist dort besser aufgehoben, und wir sagen das auch so.
Was die Leute bei uns schätzen, ist fast das Gegenteil:
- Es ist überschaubar. 24 Plätze insgesamt. Man kennt sich beim Namen. Am Dienstag sitzt dieselbe Person neben dir wie letzten Dienstag, nicht jemand, der zum ersten und letzten Mal hier ist.
- Es ist ruhig. Keine Laufkundschaft, keine Führungen, kein Betrieb. Wer hier ist, arbeitet.
- Das Verhältnis stimmt. Vier schallisolierte Räume für Calls und zwei Sitzungszimmer - auf maximal 24 Personen. In einem grossen Space konkurrieren einige hundert Leute um eine Handvoll Telefonkabinen. Bei uns bekommt man den Raum, wenn man ihn braucht. Das ist der Punkt, der in Gesprächen mit Abstand am häufigsten fällt.
- Man kann Sachen liegen lassen. Den Laptop offen, wenn man Kaffee holt, die Unterlagen auf dem Tisch. Das ist eine Vertrauensfrage, und Vertrauen entsteht in kleinen Gruppen schneller.
- Es fühlt sich an wie ein eigenes Büro - nur ohne Mietvertrag und ohne dass man sich um Internet, Drucker, Kaffeemaschine oder Reinigung kümmern müsste.
Wer hier sitzt
Der Teil, den wir am wenigsten geplant hatten, gefällt uns inzwischen am besten. An den 14 Plätzen sitzen Leute aus Branchen, die sonst nie im selben Raum landen würden: ein Startup, das Software für Quantencomputer entwickelt. Ein Unternehmen für Solar- und Energielösungen. Eine Boutique-Beratung für Strategie, Innovation und Organisation. Jemand, der KI-Agenten für Weiterbildung und Personalentwicklung baut. Und eine internationale Umwelt- und Nachhaltigkeitsberatung, deren Mitarbeiterin regelmässig tageweise bei uns arbeitet.
Wir würden lügen, wenn wir behaupteten, wir sässen jeden Mittag alle gemeinsam am Tisch. Das tun wir nicht. Aber man begegnet sich in der Küche, man spricht in der Kaffeepause, und ab und zu sitzt man zu sechst oder acht beim Mittagessen zusammen. Daraus entsteht erstaunlich oft etwas Brauchbares: ein Tipp, ein Kontakt, eine Einschätzung aus einer Branche, von der man selbst keine Ahnung hat. Jemand, der schon durch dieselbe Bewilligung musste. Jemand, der denselben Fehler bereits gemacht hat, den man gerade machen will.
Das Gemeinsame ist nicht der Preis, den man für die Auslastung zahlt. Es ist der Teil, der das Büro besser gemacht hat, als es vorher war.
Manchmal sitzen unsere Kunden mit am Tisch
Ein Nebeneffekt, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Weil Platz da ist, können wir auch unsere eigenen Kunden hier aufnehmen. Nicht nur für ein Meeting im Sitzungszimmer, sondern zum Mitarbeiten. In intensiven Projektphasen - Go-live, Datenmigration, Integrationstests - sitzen dann Leute vom Kunden ein paar Tage bei uns am Tisch, direkt neben dem Team, das ihre Lösung baut. Kurze Wege, sofortige Antworten, keine Terminkette.
In einem Büro für zehn Personen wäre das nicht möglich gewesen.
Was es kostet
- Tagespass, CHF 40 pro Tag. Kommen, wann es passt. Der erste Tag ist gratis.
- Feste Wochentage, ab CHF 156 pro Monat und Wochentag. Der Platz ist garantiert, auch am vollen Dienstag.
- Fixer Platz, CHF 680 pro Monat. Eigener Tisch, rund um die Uhr, nichts wegräumen.
Alle Preise exkl. MWST, Zahlung per Rechnung, Twint oder bar. Kein Abo, keine Kreditkarte, keine Kaution, keine Anmeldegebühr.
Die vier schallisolierten Räume für Calls sind in jedem Modell inbegriffen, auch im Tagespass. Wer feste Wochentage oder einen fixen Platz hat, nutzt zusätzlich die beiden Sitzungszimmer Cube und Corner nach Verfügbarkeit mit, ohne Aufpreis. Nur Tagesgäste und Externe buchen sie stundenweise dazu.
Wir sind an der Hardturmstrasse 105 im vierten Stock. Zwei Minuten ab der Tramhaltestelle Förrlibuckstrasse, zwölf Minuten ab dem Bahnhof Hardbrücke. Der Technopark liegt gleich nebenan, die Limmat auch.
Vier Dinge, die wir über Büros gelernt haben
- Niemand kommt mehr einfach so ins Büro. Früher war das Büro der Ort, an dem man arbeitete, ohne darüber nachzudenken. Heute kommt man, weil man etwas Bestimmtes vorhat - ein Gespräch, einen Workshop, einen Tag konzentrierte Arbeit ausserhalb der Wohnung. Das verändert, was ein Büro können muss.
- Der Engpass ist nie der Schreibtisch. Wir dachten, wir vermieten Arbeitsplätze. Tatsächlich vermieten wir die Möglichkeit, jederzeit ungestört zu sprechen. Fast jede Anfrage kommt früher oder später auf Calls zu sprechen. Die schallisolierten Räume sind der Grund, warum Leute bleiben - nicht die höhenverstellbaren Tische.
- Planbarkeit schlägt Flexibilität. In Gesprächen sagen alle, sie wollen maximal flexibel sein. Gebucht werden feste Tage. Wer sich einmal entschieden hat, dass Dienstag und Donnerstag Bürotage sind, will das nicht jede Woche neu aushandeln.
- Ein geteiltes Büro ist voller, nicht enger. Das war die Sorge, die wir am Anfang hatten, und sie hat sich nicht bestätigt. Wir haben nichts abgegeben ausser Quadratmetern, die niemand genutzt hat.
Komm einfach mal vorbei
Der erste Tag ist gratis. Jemand aus dem Team empfängt dich, zeigt dir alles, und du arbeitest einen ganzen Tag hier, ohne dich zu irgendetwas entscheiden zu müssen. Das überzeugt zuverlässiger als jede Preisliste - fast alle, die einen Probetag gemacht haben, sind wiedergekommen.
Am liebsten per WhatsApp oder Telefon unter +41 44 271 16 10, oder per Mail an oasis@astina.ch. Alle Fotos, Räume und Preise gibt es auf oasis.astina.ch.
Und falls du dich fragst, was wir tun, wenn wir nicht gerade Schreibtische vermieten: Wir arbeiten für produzierende Unternehmen und den Handel. Wir analysieren und gestalten ihre Geschäftsprozesse - von der Auftragsabwicklung über die Produktionsplanung und die Prozesse in der Fertigung bis zu Produktdaten, Lieferung und Fakturierung - und entwickeln und betreiben die Software, die diese Prozesse trägt und die bestehenden Systeme miteinander verbindet. Mehr dazu unter Services & Solutions.
Kurz beantwortet
Kann ich kurzfristig einen Platz buchen? Ja, Tagespässe ohne Bindung nach Verfügbarkeit. Feste Wochentage und der fixe Platz sind garantiert, Kündigung einen Monat auf Monatsende.
Sind die Sitzungszimmer inbegriffen? Bei festen Wochentagen und beim fixen Platz nutzt man Cube und Corner nach Verfügbarkeit ohne Aufpreis mit. Tagesgäste und Externe buchen stundenweise: Cube für 6 bis 8 Personen zu CHF 35, Corner für 4 bis 6 Personen zu CHF 30, abgerechnet nach effektiven Stunden.
Und wenn mein Team an zwei festen Tagen kommen will? Genau dafür ist das Modell gedacht. Zwei Tage pro Woche kosten CHF 312 im Monat pro Platz, die Tage sind garantiert.